Vor Beginn des Kabarettabends im Casino der Evonik Gmbh wird nun schon seit 2003 traditionell der EVONIK - ADLER - Ehrenpreis an verdienstvolle Mitbürger des Stadtteils Königshof verliehen.
In seiner Begrüßungsrede wies der Geschäftsführer der EVONIK Gmbh, Krefeld, Willibrord Lampen, auf die Bedeutung dieses Preises hin und auf die gute nachbarliche Beziehung seines Unternehmens mit dem Handballverein DJK ADLER Königshof. Er gratulierte nochmals zum 90jährigen Jubiläum des Vereins und sprach über seine persönliche positive Erfahrungen, während des EVONIK - ADLER - CUP 2009, mit Handball spielenden begeisterten Kindern. Deshalb kündete er an, dass es auch im Februar 2010 einen EVONIK - ADLER - CUP für die 3. Klässler der 4 Grundschulen des Stadtteils Fischeln geben wird. Seinen humorvollen Hinweis, zum Schluß seiner Begrüßungsrede, an Hans Krüppel, er habe seine Rednerzeit eingehalten, da ja Herr Krüppel regelmäßig überziehe, wurde mit Beifall aufgenommen.
Hans Krüppel, Vorsitzender von ADLER Königshof, nahm natürlich diese Steilvorlage an und bedankte sich artig für diesen gewährten Bonus und nutzte ihn natürlich aus.
Hans Krüppel hielt die Laudatio auf die diesjährige Preisträgerin, Frau Maria Kaiser. Sie wurde für ihr langjähriges ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Herz-Jesu ausgezeichnet. Die erste Preisträgerin, Frau Marianne Aretz, hatte sie in die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands eingeführt. Maria Kaiser füllte diese Mitgliedschaft gleich mit Leben aus und war 8 Jahre an der Spitze des Pfarrgemeinderats und und leitete ebenfalls 8 Jahre die Frauengemeinschaft in der Pfarre. 2 wichtige Sätze aus ihrem Munde zeigen die Prägung ihres Lebens -
Ich kann nicht an der Welt vorbei gehen, wenn ich aktiver Katholik bin! Wo Gemeinschaft ist, fühle ich mich wohl !
Darüber hinaus ist sie natürlich der Mittelpunkt ihrer Familie, die mit Ehemann Dr. Wolfgang Kaiser und 5 Kindern, in der Zwischenzeit auf weitere 9 Enkel angewachsen ist.
Die Preisverleihung wurde von Herrn Willibrord Lampen, Hans Krüppel und dem Kabarettisten Thomas Reis vorgenommen. Zahlreiche Pressevertreter erzeugten ein wahres Blitzlichtgewitter, dem Maria Kaiser mit einem souveränen Lächeln standhielt.

Geschätsführer Willibrord Lampen, Kabarettist Thomas Reis,Preisträgerin Maria Kaiser, Vorsitzender Hans Krüppel Foto: Evonik GmbH
Thomas Reis mit seinem Programm " Gibt es ein Leben über 40?" stieg gleich in die Vollen. Mit kabarettischem Spott, bösartigen und doch versöhnenden Vergleichen zwischen Jung und Alt hatte er das Publikum sehr schnell auf seiner Seite. Teilweise gingen seine Vergleiche ins Groteske, waren aber der " Realität" immer nahe.
Wer fragt sich mit 70 nicht, wie geht das Leben mit 80 weiter? und ist es nicht besser, sich dann von seiner Freundin zu trennen? weil er sich ja noch einmal richtig ausleben will! Oder wie Udo Jürgens, der mit 70 zum Kreißsaal eilt, um bei der Geburt seiner nächsten Freundin dabei zu sein. In diesem Alter sollte der rüstige Alte ein T-Shirt tragen mit dem Aufdruck - To Old To Die ! Warum müssen Männer früher sterben, weil sie sich schließlich auch einmal ausschlafen wollen! Nichts ist mehr wie früher, "Zigeunerschnitzel" heisst heute politisch korrekt - "mobiles ethnisches Minderheitenschnitzel", Grundschullehrer nennt man "ABC - Promotor". Dann ist es schon besser man schlägt die Zeit tot, als anders herum.
Aber ist das Leben mit 40 wirklich viel besser. Thomas hat da so seine Probleme. Für ihn war früher der Spruch, - NULL-Bock - eine Kampfansage an die Gesellschaft, sein Sohn Dennis lebt heute danach.Er fährt zum Surfen nach Israel und zum Eis essen nach Grönland. Mit 40 muss er sich nichts mehr beweisen, wenn der Schiedsrichter beim Fußball " hohes Bein" pfeift ist er schon zufrieden. Er kann es noch! Man denkt fortwährend an alle Familienmitglieder, besonders an sein AUTO. Es gibt keine besonderen Vorfälle im Leben, ausser dem Vorfall der Bandscheibe.
Thomas Reis ist heute toleranter geworden, er ist Altersmilde. Er ist gerne Kabarettist, aber Henker verändern wirklich etwas, meint er zum Schluß.
Die begeisterten Zuschauer forderten Zugabe und erhielten sie. Wieder ein gelunger Kabarettabend, der Appetit auf mehr macht im Jahr 2010 . HP